Tag 10 (Mi 30.5.2012): Fundació Miró, Peguera, Campanet, Cala San Vicente

© Gipsy Kings – Baila Me

Fundació Pilar i Joan Miró

Eingang zum Joan Miró Museum in Palma de Mallorca (Fundació pilar i Joan Miró a Mallorca)
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Das erste Ziel heute ist die Fundació Pilar i Joan Miró in Cala Major, einem Vorort von Palma de Mallorca. Der Eingang zur Fundació Pilar i Joan Miró steht uns offen.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Von 1956 bis zu seinem Tod im Jahr 1983 lebte Joan Miró auf der Insel Mallorca, wo er viele seiner Werke schuf. Der Fundus des Museums setzt sich hauptsächlich aus den zahlreichen Werken zusammen, die der Künstler selbst stiftete und die aus dem Atelier stammen, das er in Mallorca besass. In die Sammlung sind vor allem Gemälde, Zeichnungen und andere graphische Werke sowie andere Materialien eingeschlossen.

Personnage et Oiseau

Begrüssung durch die Skulptur "Personnage et Oiseau)
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Begrüsst werden wir durch die Skulptur mit dem Namen «Personnage et Oiseau», welche Joan Miró 1968 kreiert hat.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Ein wichtiger Dokumentenfundus blieb ebenfalls erhalten und in den Gartenanlagen kann man Skulpturen von Miró bewundern. Das Gebäude, in dem diese Stiftung ihren Sitz hat, wurde nach einem Entwurf des spanischen Architekten Rafael Moneo errichtet. Insgesamt gehören 118 Gemälde auf Leinwand, 275 Werke in verschiedenen Techniken auf verschiedenen Trägern, 1’512 Zeichnungen und 35 Skulpturen sowie graphische Werke zu der Sammlung.

Blick zum Meer

Blick zum Meer über einen künstlichen See
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Blick zum Meer über einen künstlichen See des modernen Museumsgebäudes. Es wurde 1992 nach den Plänen des spanischen Architekten Rafael Moneo erstellt.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Die abwechslungsreiche Zusammenstellung des Museums enthält Werke, die in einer Vielzahl von Techniken, mit unterschiedlichen Materialien und Verfahren geschaffen wurden, welche Miró in seinem Schöpfungsprozess benutzte. Die zahlreichen Projekte, also Gemälde, Skulpturen, Keramik, Wandmalereien, graphische Werke und Wandteppiche zeugen von der Kreativität Mirós in seinen letzten Lebensjahren.

Wandteppich

Ein grosser Wandteppich
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Ein grosser Wandteppich mit Mustern von Joan Miró heisst uns in der Ausstellung willkommen. Der Teppich ist vom katalanischen Künstler Josep Royo erstellt worden.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Es gibt 3 Ausstellungsräume: Son Boter, ein mallorquinisches Haus vom Ende des 18. Jahrhunderts, welches der Maler als sein zweites Atelier für die Malerei und Bildhauerei benutzte. Dann gibt es das Atelier Sert, das von seinem Freund, dem Architekten Josep Lluís Sert entworfen und 1956 gebaut wurde und schliesslich das Gebäude Moneo, der Sitz der Stiftung, entworfen von Rafael Moneo und 1992 eingeweiht. Die beiden ersten Gebäude wurden zum geschützten Kulturgut erklärt.

Das Museumsinnere

Ein Eindruck aus dem modernen, architektonisch hoch interessanten Museumsbau
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Hier ein Eindruck aus dem Innern des modernen und architektonisch hoch interessanten Museumsbau.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Joan Miró wurde am 20. April 1893, als Sohn eines Goldschmiedes und Uhrmachers, im spanischen Mont-roig del Camp in Katalonien, geboren. Als Kind erhielt Miró Zeichenunterricht. Später besuchte er die Handelsschule und daran anschliessend die Kunstakademie «La Lonja» in Barcelona. Seine künstlerische Ausbildung beendet er an der «Academia Gali».

Sichtbeton und beleuchtete Wände

Beleuchtete Museumswände
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Gestaltet ist das Museumsgebäude hauptsächlich aus Sichtbeton mit vielen Fenstern jeglicher Form und Grösse und wird auch aufgelockert durch beleuchtete Wände.

Immer wieder lassen die Ausstellungsräume auch Blicke in die Umgebung nach draussen zu
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Somit geben die Ausstellungsräume auch immer wieder Blicke hinaus in die unmittelbare Umgebung des Gebäudes frei.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Im Jahr 1919 reist Miró nach Paris, wo er unter anderem auch grosse Künstler kennenlernt:

Von ihnen angeregt, beginnt Miró seinen für ihn charakteristischen Traum-malerischen Stil zu entwickeln. Ein paar Jahre später lernt Miró, André Breton kennen, den Dadaisten, der sich später dem lyrischen Surrealismus verschreiben wird. Zusammen mit

bilden sie in Paris eine surrealistische Künstlergruppe.

Brieffragment aus Bern

Ein Schreiben vom 6. Februar 1979 aus der Schweiz (Bern) an Herr und Frau Miró
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Diverse Vitrinen enthalten u.a. Skizzen oder Notizen des Künstlers, aber auch ein Brieffragment aus Bern, das am 6. Februar 1979 an Mr et Mme Miró verschickt wurde.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

1937 erhält Miró einen Auftrag von der republikanischen Regierung Spaniens.  Er soll das Leiden des spanischen Volkes auf der Bilder-Leinwand verewigen. Miró entwickelt das Motiv einer verzehrten Gestalt: «Der Schnitter». In den 1930er und 1940er Jahren wird Mirós Kunst durch Anregungen Salvador Dalís geprägt. Nachdem Miró Reisen in die USA und Japan unternommen hat, bekommt er 1968 von der UNESCO einen Auftrag für zwei grosse Keramik-Wandgemälde in Paris.

Einfache Formen und Farbgestaltung

Einfachste Formen zeichnen die Werke von Joan Miró aus
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Die einfachen Formen und die einzigartige Farbgebung zeichnen die Werke von Joan Miró aus.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Joan Miró stirbt am 25. Dezember 1983 in Palma de Mallorca. Er zählt heute zu den Klassikern des Surrealismus und der Modernen Malerei. Miró wird als ordentlicher, disziplinierter, schweigsamer Mensch beschrieben. Er entschied sich, in bescheidenen Verhältnissen zu leben. Der grosse Traum von Miró war, ein grosses Atelier zu besitzen, in dem er all seine künstlerischen Ideen und Projekte realisieren kann. Als sich der Erfolg bei ihm einzustellen begann, schrieb er eines Tages einen Brief an einen Galeristen. Zitat: «Ich werde es nicht mehr länger akzeptieren, das bescheidene Leben eines kleinen Herrn zu führen». Joan Miró galt als ein unauffälliger Mann der Gesellschaft, doch in seinem Kunst-Stil unterschied er sich gewaltig von dem anderer Surrealisten.

Maternité

Eine besondere Stimmung herrscht in diesem Raum mit natürlichem und künstlichem Licht auf den hier ausgestellten Werken des Künstlers
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Eine besondere Stimmung herrscht in diesem Raum mit dem natürlichen und dem künstlichen Licht auf die hier ausgestellten Werke des Künstlers.

Die Skulptur "Maternité" stammt aus dem Jahr 1969
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Aus dem Jahr 1969 stammt diese Skulptur, genannt «Maternité».

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Zitat von Joan Miró: «Es gibt drei Formen, die mich ständig verfolgen: ein roter Kreis, der Mond und ein Stern». Mirós Bilder erinnern an Kinderzeichnungen. Sie wirken vom Stil her sehr einfach. Im Gegensatz dazu, war er ein grundsolider Mann, der hart und fleissig arbeitete und gerne dunkle Anzüge trug. Nichts an ihm hat unkonventionell oder revolutionär angemutet. Markant für Joan Mirós Werke sind Bilder mit rätselhaften und teils ironischen Zügen. Er verwendet Tiergestalten (z.B. Vogelmensch) und verdrehte, organische und geometrische Formen. Seine Bilder werden auch als «heitere Naivität» bezeichnet.

Beton, Wasser, Glas und Licht

Das Museumsgebäude besteht aus dem Zusammenspiel von Beton, Wasser, Glas und Licht.
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Das Museumsgebäude besticht durch das Zusammenspiel von Beton, Wasser, Glas und Licht.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Zu Beginn seines Schaffens beschäftigt sich Miró mit den, seiner Zeit populären Kunststilen: dem Fauvismus und dem Kubismus. Seine frühen Werke sind geprägt von der kraftvollen Zweidimensionalität der katalanischen Volkskunst. Miró beschäftigt sich mit den leuchtenden Farben der Fauvisten und den gebrochenen Formen der Kubisten. Stillleben und Landschaftsbilder dominieren in dieser Zeit Mirós Kunst.

Joan Miró bei der Arbeit

Ein Foto von Joan Miró bei der Entstehung eines Kunstwerks
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Diese Fotografie zeigt den Künstler Joan Miró bei der Entstehung eines seiner Kunstwerke.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Joan Miró bezeichnete seine Bilder als Poesie. Er unterschied sich auch in seiner Arbeitsweise von den Grundsätzen des Surrealismus. Er liess seine Bilder nicht spontan und frei von begleitenden Überlegungen auf der Leinwand entstehen, wie das viele der Surrealisten sich zu eigen machten. Miró fertigt, ganz im Gegenteil, viele Vorstudien von seinen Bilder an. Als er die Bildserie «Constellations» mit Linien, Flecken und Farbflächen in Verbindung mit figurativen Kompositionselementen anfertigt, beschränkt er sich auf die Grundfarben Schwarz, Grün, Gelb, Blau und Rot. Der amerikanische Action Painting Künstler Jackson Pollock sagt später, dass er von dieser Art zu Malen stark beeinflusst worden ist.

Werk aus Keramik

Dieses Werk aus Keramik hat keinen Namen
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Joan Miró arbeitete mit den unterschiedlichsten Materialien, so auch mit Keramik, was dieses namenlose Werk beweist.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Wie Pablo Picasso und Franz Marc setzt sich Miró auch mit Grafiken auseinander. Primär konzentriert er sich hierbei auf Radierungen und Lithografien, die er dann in grossen Auflagen produziert, um sie an die Masse zu verkaufen. Somit hat, nach Ansicht des Künstlers Miró, jeder die Möglichkeit, sich eine Grafik von Miró leisten zu können.

Berühmte Werke des Meisters sind:

  • Karneval der Harlekine (1925)
  • Figur, einen Stein nach einem Vogel werfend (1926)
  • Die Dichterin (1940)
  • Das Gold im Himmelblau (1967)

Bas-relief

1970 schuf Joan MIró die Skulptur "Bas-relief" in Bronze auf einem Sockel aus dunklem Holz
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1970 schuf Joan Miró diese Skulptur, genannt «Bas-relief», in Bronze auf einem Sockel aus dunklem Holz.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Als Joan Miró 33 Jahre alt war, starb sein Vater in Montroig. Joan Miró reiste sehr viel in Europa umher und lernte verschiedene Künstler kennen. Einige von ihnen wurden seine besten Freunde. 1929 heiratete er Pilar Juncosa Iglesias. Ein Jahr später kam seine Tochter Maria Dolorès Miró Juncosa auf die Welt. 1936 brach in Spanien Krieg aus. Deshalb zog er mit seiner Frau und seiner Tochter nach Frankreich in die Hauptstadt Paris. Wegen des Krieges konnte er keine Besuche mehr in Montroig machen, was ihn oft bedrückte. Nach vier Jahren kehrte er wieder nach Spanien zurück. Im Laufe seines Lebens malte Miró sehr viele Bilder, klebte Collagen, bemalte Mauerwände, formte
Skulpturen und vieles mehr. Viele seiner Bilder sind sehr berühmt. Oft erkennt man sofort, dass ein Werk von ihm stammt. Obwohl man nicht oder nur schwer erkennen kann, was auf einem Bild gemalt ist, hatte Miró stets einen genauen Plan. An vielen Bildern arbeitete er sehr lange, bis alles genau so war, wie er es haben wollte. Oft helfen die Titel beim Herausfinden, was das Werk darstellt.

Wandteppich von Josep Royo

Ein Wandteppich des katalanischen Künstlers Josep Royo
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Ein weiterer Wandteppich des katalanischen Künstlers Josep Royo.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Als Joan Miró vier Jahre alt war, kam seine Schwester Dolores zur Welt. Mit sieben Jahren kam Miró in die Schule. Schon als Kind malte er lieber als seine Hausaufgaben zu machen. Zum Beispiel zeichnete er mit acht Jahren das Bild «Der Hühneraugendoktor». Der strenge Vater konnte mit den Zeichnungen seines Sohnes nichts anfangen. Als Miró 14 Jahre alt war, befahl ihm sein Vater die Handelsschule zu besuchen. In der Freizeit besuchte Joan Miró Kunstunterricht an der Kunstschule. 1911 wurde Miró schwer krank, weil er so unglücklich war. Sein Vater musste erkennen, dass der kaufmännische Beruf für seinen Sohn nicht der richtige war. Mirós Vater kaufte in Mont-roig ein Landhaus. Dort auf dem Lande konnte sich Miró von seiner Krankheit erholen. Ein Jahr später kehrte er nach Barcelona zurück. Er überzeugte seine Eltern, dass er Maler werden wollte. Beim Künstler Francesc Galí lernte er Formen zu ertasten und mit geschlossenen Augen zu malen. Im Sommer und im Herbst ging Miró immer wieder nach Mont-roig, um zu malen und um sich zu erholen. Er hatte sich dort ein Atelier eingerichtet. Ein wichtiges Bild von Miró heisst «Der Bauernhof». Er malte es 1922, als er 29 Jahre alt war. Man sieht darauf alles, was ihm auf dem Hof in Mont-roig lieb und vertraut war. Das aller kleinste Ding war für ihn genau so wichtig wie das grosse Bauernhaus.

Ausgeklügelte Web- und Knüpftechnik

Aus den Vorlagen von Werken Mirós entstanden die ausgestellten Teppiche von Josep Royo
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Als Vorlagen für Teppiche von Josep Royo, wie dieses Modell hier, dienten Originalbilder von Joan Miró.

Ausgeklügelte Web- und Knüpftechniken sind notwendig um diese eindrücklichen Teppiche herzustellen
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Dieser Ausschnitt zeigt die ausgeklügelten Web- und Knüpf-Techniken, welche notwendig sind, um die eindrucksvollen Teppiche herzustellen. Sehr auffällig sind auch die kraftvollen Farben.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Miró studierte an der Kunstakademie «La Lonja» in Barcelona, anschliessend setze er seine Kunststudien an der «Escola d’Art des Francisco Galí» fort. Seine erste Einzelausstellung fand 1918 in der Galerie «Dalmau» statt. In seinen frühen Arbeiten befasste sich der Künstler mit Stillleben, wie zum Beispiel «Nord-Süd» (1917), Porträts und Landschaften. In dem Gemälde «Le grand nu debout» von 1921 werden verschiedene Anregungen aus dem Kubismus und dem Detailrealismus der neuen Sachlichkeit bemerkbar. Im Jahr darauf, 1919, reiste er nach Paris, wo er Pablo Picasso kennenlernte. Eine Ausstellung dort bescherte ihm keinen Erfolg. Er schloss sich darauf hin den Surrealisten an und stellte verschiedentlich auf ihren Ausstellungen aus. In dieser Pariser Zeit um die Mitte der 1920er Jahre fand ein grundsätzlicher Wechsel in der künstlerischen Ausdruckskraft des Malers statt, nicht nur aufgrund von Bezügen zum Surrealismus, sondern auch zum Dadaismus. Die Malkunst der Gegenständlichkeit trat zurück, zugunsten von mehr Farbe, Linien, Symbolen und Zeichen. So zeugt Mirós Werk «Danseuse II» (1925) von seiner neuen Formsprache, mit denen er seine Traumbilder schuf. 1928 präsentierte er seine Werke in der Pariser Galerie «Georges Bernheim». Diese Ausstellung machte ihn als Maler bekannt.

Ein Garten voller Skulpturen

Im sehr gepflegten Garten des Museums steht auch die Skulptur "Monument dressé en plein océan à la gloire du vent" aus dem Jahre 1969
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Draussen, im sehr gepflegten Garten des Museums, steht die Skulptur «Monument dressé en plain océan à gloire du vent» aus dem Jahre 1969.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

In seinem Frühwerk liess er sich leiten von der katalanischen Traditionsmalerei, der Volkskunst, den Werken von Vincent van Gogh, Paul Cézanne und Henri Matisse. Während seiner Zeit in Barcelona stellte Joan Miró seine Werke nicht nur dort aus, sondern auch in den USA. Miró gehört zu den unruhigen Malern, was die ständige Suche nach einer individuellen Bildersprache angeht. Ständig reflektierte er sein Kunstschaffen und suchte besonders in den 1930er Jahren einen Ausgleich zwischen dem figürlichen und abstrakten Kunststil, dessen breites Spektrum ihn künstlerisch berührte, und das er als Spannungsfeld empfand. Als die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges 1940 in Frankreich einmarschierten, zog er sich aus Paris nach Mallorca zurück, lebte aber auch zeitweise in Mont-roig oder in Barcelona. Mirós Werke waren in dieser Zeit auf zahlreichen Ausstellungen präsent und wurden vielfach ausgezeichnet. In den Jahren 1940 und 1941 entstand die Bildfolge «Constellations», für die Gestaltungselemente wie Flecken, Linien und Farbflächen charakteristisch sind, zugleich aber auch Figurationen. Auffallend dazu die Komposition der Grundfarben Schwarz, Grün, Gelb, Blau und Rot. Zu dieser Bildersprache zählen ausserdem Mirós Arbeiten mit dem Titel:

  • «Femmes dans la nuit» (1946)
  • «Femme, lune, étoile» (1949)

1956 siedelte er wieder auf Mallorca über.

Garten voller exotischer Pflanzen

Auch die Natur bringt Kunstwerke wie diesen Kaktus hervor
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Die Natur bringt ebenfalls Kunstwerke hervor, wie dieser Kaktus zeigt.

Ein wunderschönes Exemplar eines Zylinderputzer (Callistemon)
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Im Garten des Museum sind viele exotische Pflanzen zu sehen, wie dieses wunderschöne Exemplar eines Zylinderputzer (Callistemon), der vor allem in Australien heimisch ist.

Auch die Natur verwendet für ihre Kunstwerke knallige Farben
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Auch die Natur verwendet für ihre Kunstwerke knallige Farben.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Die in den 1940er und 1950er Jahren entstandenen Werke von Joan Miró begründeten seinen Weltruhm. Sie zeichnen sich aus durch eine heitere und skurrile Kunstsprache. Zur künstlerischen Spätphase zählen unter anderem die Skulpturen

  • «Femme» (1967)
  • «Le roi guerrier» (1981-83)

die zu Mirós bedeutendsten Spätwerken gehören. Neben Gemälden fertige der vielseitige Künstler auch Skulpturen, Plastiken, Keramikarbeiten, überlebensgrosse Theaterpuppen und Druckgrafiken an. Das Monumentalwerk der zehn mal 55 Meter grossen Fassade des Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen ist Mirós Kunstwerk mit den grössten Ausmassen.

Cala Major

Das Museum liegt mitten in der Inselhauptstadt Palma de Mallorca
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Das Museum liegt mitten im Vorort Cala Major der Inselhauptstadt Palma de Mallorca.

Leben und Werke von Pilar i Joan Miró

Joan Mirós unverkennbaren Markenzeichen waren vor allem die einzigartige Art und Weise menschliche Gestalten in kurvigen, kreisförmigen und linienartigen Formen darzustellen und die Verwendung von hellen und hemmungslosen Farben. Wie auch sein Stil, waren auch seine Medien und Materialien sehr vielseitig: klassische Malerei, Skulpturen, Wandmalerei, Strassenkunst und vieles mehr.

Werke ausgestellt in der Fundació Joan Miró in Barcelona:

  • Ermita de Sant Joan d’Horta (1917)
  • El guante blanco (1925)
  • Hombre y mujer ante un montón de excrementos (1935)
  • Selbstportrait (1937-8/1960)
  • Der Sonnenvogel (1946-49)
  • Der Mondvogel (1946-49)
  • Tapiz de la Fundació (1979)
  • Mujer y Pajaro (1982)

Werke ausgestellt im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid:

  • Hombre con Pipa (1925)
  • Caracol, Mujer, Flor, Estrella (1934)
  • Retrato II (1938)

Werk ausgestellt in der Tate Gallery of Modern Art in London:

  • Cabeza de campesino catalán (1925)

Das Studio Sert

Das Museumsdach erinnert an die Wogen des Meeres oder die Schwingen eines Seevogels
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Ein spezieller Bau ist auch das ehemalige Atelier von Joan Miró, das «Studio Sert». Das Dach des «Studio Sert» erinnert an die Wogen des Meeres und an die Schwingen eines Seevogels.

Das Studio Sert

Nach Jahren des unaufhörlichen Reisens liess sich Joan Miró im Jahr 1956 auf Mallorca nieder. Die Insel hatte er, seit er ein kleines Kind war, immer wieder besucht. An diesem Ort konnte Joan Miró das Studio seiner Träume, das Sert Studio, endlich errichten.

Das Studio wurde von Josep Lluís Sert entworfen, einem angesehenen Architekten und Freund von Joan Miró. Josep Sert war Vertreter der modernen Architekturbewegung und Dekan der damaligen Graduate School of Design der Harvard University. Über 20 Jahre lang wurden die Arbeiten von Josep Sert als Architekt in Spanien selbst kaum beachtet. So markierte der Bau des «Studio Sert» einen Wendepunkt in seiner Karriere.

Grosse Werkstatt

1956 erbaute Josep Lluís Sert für seinen Freund Joan Miró die Werkstatt in Cala Major
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Das 1956 durch Josep Lluís Sert für seinen Freund Joan Miró erbaute «Studio Sert» enthält eine vom Künstler immer gewünschte grosse Werkstatt.

Das Studio Sert

Josep Sert entwarf ein Gebäude, das zu den Hangterrassen des Geländes passte. Joan Miró half ihm mit praktischen Aspekten. Josep Sert berücksichtigte beim Studio das Klima und die atmosphärischen Bedingungen Mallorcas. Joan Miró bat seinen Freund, dafür zu sorgen, dass die Arbeits- und Lagerräume klar voneinander getrennt waren, so dass er sich von allen Leinwänden, die man ruhen liess, distanzieren konnte. Er erinnerte Sert auch daran, bei der Gestaltung des Arbeitsbereichs die Dimensionen grosser Gemälde, wie sein Cincinnati-Wandbild, zu berücksichtigen. Im Herbst 1956 wurde das Studio von Sert fertiggestellt und Miró war von dem Ergebnis begeistert.

Einblicke in die Schaffensweise

Das ehemalige Atelier Mirós kann nicht betreten werden, gibt aber tiefe Einblicke in die Schaffensweise des vielseitigen Künstlers
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Dieses ehemalige Atelier Joan Mirós kann nicht betreten werden, gibt aber trotzdem tiefe Einblicke in die Schaffensweise des vielseitigen Künstlers.

Das Studio Sert

Durch zahlreiche Pläne und Skizzen hatte Sert ein lebensgrosses Studio entworfen, in dem Tradition mit Innovation kombiniert wurde. Die Betonstruktur kontrastiert mit traditionelleren mediterranen Materialien wie Stein oder Lehm. Das L-förmige Studio hat zwei Ebenen und ein gewölbtes Dach. Das wellenförmige Dach verleiht dem Gebäude eine regelmässige Bewegung. An allen Fassaden wurde ein plastischer Ansatz verfolgt, mit Augenmerk auf die Farbe, insbesondere die Südfassade, wo der weisse Beton mit Blau oder Terrakotta und auch mit dem Rot und Gelb des Holzes kontrastiert wird. Kurz gesagt, Sert erfand eine völlig neue Sprache, die die Starrheit und Begrenztheit eines orthodoxeren Funktionalismus überwindet, und er suchte eine plastischere, skulpturale Annäherung an die Architektur im Einklang mit seiner Vorstellung, Zitat: «Die Architektur selbst kann zur Skulptur werden».

Viele Gegenstände

Dieser hölzerne Stuhl steht in Joan Mirós Werkstatt, sein Erschaffer ist unbekannt
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Aufgefallen unter den vielen Gegenständen in Mirós grosser Werkstatt ist dieser hölzerne Stuhl, dessen Erschaffer leider unbekannt ist.

Das Studio Sert

Um eine Atmosphäre zu schaffen, die Kreativität anregen würde, füllte Miró nach und nach sein Studio mit einer grossen Auswahl an Kleinigkeiten, die in perfekter Harmonie mit den Werkzeugen seines Handwerks koexistierten. Noch heute ist die gleiche kreative Kulisse erhalten und die Leinwände, Öle, Aquarelle, Buntstifte, Pinsel und andere Pinsel und Schwämme leben weiterhin in perfekter Harmonie mit seiner «Sammlung» verschiedenster Objekte, darunter Postkarten, Zeitungsausschnitte, Naturfunde wie Steine, Schmetterlinge oder Muscheln, Objekte aus der populären mediterranen Kultur wie Siurells (Tonpfeifen), Palmenblätter, Figuren aus Krippen und Gegenstände aus fernen Kulturen, wie Hopi-Indianer-Kachina-Puppen oder Meeresmasken. Das Sert Studio ist eines der emblematischsten Gebäude Mallorcas und wurde zum Kulturerbe erklärt.

1956 erbaut

Das Studio erbaut 1956 von Josep Lluís Sert
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Josep Lluís Sert plante das Studio ganz im Stil des Künstlers Juan Miró, für den es 1956 erbaut wurde.

Das Studio Sert

Miró und Sert lernten sich Anfang der 1930er Jahre kennen und auf der Grundlage gemeinsamer Anliegen wurden nach und nach persönliche und professionelle Beziehungen geknüpft, insbesondere ihr Wunsch, Kunst mit Architektur zu verbinden. Gemeinsam war ihnen das Interesse an der Einfachheit, um das Wesen der Dinge einzufangen. Dies zeigt sich in der Art und Weise, wie sich Mirós Kunstwerke harmonisch in die Architektur des Sert Studios einfügen. In Barcelona nahm Miró an der Geburt von Avantgarde-Bewegungen teil und tauschte Ideen und Projekte mit ADLAN (Freunde der neuen Kunst) und GATCPAC (Gruppe katalanische Architekten und Techniker für den Fortschritt der zeitgenössischen Architektur) aus. Die Künstler fanden Gleichgesinnte und Ideen unter ihren Mitgliedern, insbesondere im Fall von Joan Prats i Vallès und Josep Lluís Sert. Architekten und Künstler hielten die Prinzipien des Rationalismus und den Glauben an die soziale Funktion der Architektur aufrecht. Im Jahr 1937 entwarfen Sert und Luís Lacasa Navarro den Pavillon der spanischen Republik für die Internationale Expo in Paris. Dies hatte starke politische Konnotationen und es war die perfekte Gelegenheit, das sehnsüchtige Verlangen, Architektur mit den bildenden Künsten zu integrieren, in die Praxis umzusetzen. Miró malte ein grosses Ölbild dafür, den katalanischen Bauer im Aufruhr (Der Schnitter). Am Ende des Spanischen Bürgerkriegs, mit der Franco-Diktatur, war Sert gezwungen, in den Vereinigten Staaten ins Exil zu gehen. So tauschten sich Sert und Miró per Post über das Design des Künstlerateliers aus. Während des Baus des Studio Sert, von 1954 bis 1956, gab es eine intensive Korrespondenz zwischen ihnen und die Briefe zeugen von den architektonischen Ideen, die erzielt wurden, sowie davon, wie die Arbeit voran schritt. Diese Korrespondenz entsprach der Präsenz des Architekten vor Ort, und das Werk wurde vom Architekten Enric Juncosa Iglesias, Mirós Schwager, beaufsichtigt. Das Studio ist das Ergebnis sorgfältig gereifter Ideen, in denen Sert eine perfekte Mischung der Anpassung des Gebäudes an die geografische Umgebung, an die lokale Tradition und an den Geist von Miró erreichte. Das Studio war ein frischer Wind für die moderne Architektur, in einer starken, klar definierten Sprache und es wird als der Ursprung von Serts späterer architektonischer Arbeit betrachtet.

Finca Son Boter

Blick aus dem Garten der Finca Son Boter auf Cala Major
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Wir gehen weiter durch den Park bis zu einem weiteren Anwesen von Pilar und Joan Miró, der Finca Son Boter. Blick aus dem Garten der Finca Son Boter auf Cala Major.

Son Boter

Son Boter ist ein typisch mallorquinisches «Possessió» (Landgut) aus dem 18. Jahrhundert. Es ist das älteste Gebäude der Fundació Joan i Pilar Miró. Es diente Joan Miró als zweites Studio auf Mallorca. Hier entstanden die Kreationen «Mur du Soleil» und «Mur de la Lune» für den UNESCO-Hauptsitz in Paris. Für diese Werke erhielt Joan Miró 1959 den New Yorker «Guggenheim International Award».

Exotischer Garten

Im Garten von Pilar und Joan Miró wachsen viele exotische Pflanzen
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Das Museum ist reich an Kunstwerken, das Studio ist reich an interessanten Werkzeugen und der Garten von Pilar und Joan Miró ist reich an vielen exotischen Pflanzen.

Son Boter

Dieses Anwesen, das an Mirós Haus Son Abrines angrenzt, erlaubte ihn, den Arbeitsbereich zu erweitern und zusätzliche Privatsphäre zu gewinnen. Es war zudem wie geschaffen um grossformatige Arbeiten zu kreieren. Wie Miró in einem Brief an den Architekten und Freund Josep Lluís Sert schreibt: «Ich habe gerade Son Boter erworben, das prächtige Haus, das hinter unserem stand. Das ist nicht nur eine gute Investition, sondern bietet mir auch Schutz vor den lästigen Nachbarn».

Treppen zur Finca

Die Treppen führen hoch zur Villa Son Boter
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Diese Treppen führen hoch zur Finca Son Boter.

Son Boter

Joan Miró nutzte die Räume um mit Kohlestiften Graffitis an die Wände zu malen. Die Zeichnungen sind Figuren und Charaktere welche im Zusammenhang mit seinen Skulpturen stehen. Wie es auch im Studio Sert geschehen war, schuf Miró sich eine Umgebung, die es ermöglichte, Postkarten, Zeichnungen und Objekte unterschiedlicher Herkunft zu bearbeiten.

Skulptur vor der Finca

Diese Skulptur steht auf dem Platz vor der Villa Son Boter
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Auf dem Platz vor der Finca steht diese Skulptur.

Son Boter

Zunächst für die Bildhauerei bestimmt, wird Son Boter zu seinem zweiten Atelier und Zufluchtsort. Jahre später wird das Herrenhaus auch Gravur- und Lithographie-Werkstätten beherbergen, die es Miró ermöglichen, grafische Arbeiten auszuführen.

Wandskizzen

Die Wände in den Räumen der Villa Boter sind voller Skizzen und Notizen des Künstlers
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Die Wände in den Räumen der Finca Son Boter sind voller Skizzen und Notizen des Künstlers.

Son Boter

Ein Zimmer wird inof­fi­zi­ell der «Pollock Room» genannt. Miró bewun­derte die Arbeits­weise des US-amerikanischen Drip Pain­ting Künstlers Jackson Pollock und nutzte diese für eigene Versu­che. Der schein­bar uner­müd­li­che Schaf­fens­drang, diese Neugier nach allem, was neu war, mani­fes­tiert sich symbol­träch­tig im oberen Stock­werk des Gebäu­des, das für Besu­cher unzu­gäng­lich ist: Hier lehnen gleich ein Dutzend einge­rollte Lein­wände in einer Ecke, dane­ben stehen unzäh­lige bereits bespannte Keil­rah­men. Im Alter weit über 80 hatte Joan Miró immer noch viel vor.

Kunst in der Küche

Das Kunstschaffen kam bei Miró nie zur Ruhe, auch in der Küche nicht
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Das Kunstschaffen kam bei Joan Miró nie zur Ruhe, auch in der Küche der Finca Son Boter nicht.

Der Künstler Joan Miró

Joan Mirós Inter­esse an der Welt, an der ganzen, war ein univer­sa­les: «Mein Grossva­ter war gläu­big, aber er glaubte nicht an einen Gott, für ihn war alles gött­lich», erklärt Joan Punyet Miró, der Enkel von Joan Miró. In diesem Kontext lässt sich auch seine künst­le­ri­sche Arbeit verste­hen. Viele bekannte Künstler waren Mirós Begleiter, Inspirationsquelle oder Beides:

Eingang zur Finca

Der Eingang zur Villa Boter
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Hier der Eingang zur Finca Son Boter.

Der Künstler Joan Miró

Der französische Schriftsteller Jean Cocteau, ein Freund von Joan Miró, sagte einmal: «Wenn er malt, dann ist es so, als baue ein Vogel sein Nest». Er war ein Zauberer, der eine Welt märchenhafter Symbole erschuf: Sterne, Vögel, Sonnen, Fabeltiere und Frauen, immer wieder Frauen. Sein malerisches Werk hat klare Farben: Gelb, Rot, Blau, Farben, die keinen Widerspruch dulden. Wie die Farben seiner Wahlheimat Mallorca.

Joan Miró war stets zurückhaltend, mochte nicht in den Medien oder auf Empfängen erscheinen. Er war auch schüchtern, fühlte sich in seinem Atelier am wohlsten. Das hinderte ihn aber nicht, ein Leben lang Freundschaften zu pflegen. Er liebte seine Familie, seine Tochter Dolores, seine Enkelkinder. Mit seiner Frau Pilar Juncosa, einer Mallorquinerin aus Sóller, war er 54 Jahre lang verheiratet. Mit den Worten «M’agarades molt» (Du gefällst mir sehr) begann die Ehe von Joan Miró und Pilar Juncosa. «T’estim molt» (Ich liebe dich sehr), waren seine letzten Worte an sie, als er am Weihnachtstag 1983 starb.

Sukkulenten im Garten

Eine Sukkulente im Garten der Villa
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Durch den Garten geht es zurück, vorbei an dieser riesigen Sukkulente.

Der Künstler Joan Miró

Joan Mirós Zeichnungen, Grafiken und Graffiti sind von ungeheurem Reichtum, seine Skulpturen sind wie «Poesie im Raum». Oft wurden Objekte und Fundstücke zu dreidimensionalen Collagen zusammengefügt um danach in Bronze gegossen zu werden. Er liebte die Siurells, die heute noch auf der Insel verkauften Tonfiguren, 3’000 Jahre alte Formen aus der phönizisch-karthagischen Antike, denen er Eingang in die Kunst der Gegenwart verschaffte. Andererseits war Miró aber auch erdgebunden und von dieser Welt. Das politische Geschehen verfolgte er immer aufmerksam, auch wenn es nur indirekt Einfluss auf sein Werk hatte. Er empfing gerne Freunde in seinem Haus in Son Abrines, liebte stundenlange Gespräche am Abend.

Abschied von Son Boter

Unverkennbar die mallorquinische Bauweise
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An diesen steinernen Mauern erkennt man die mallorquinische Bauweise.

Der Künstler Joan Miró

Über Miró gibt es viele Zitate, darunter: «Das mochte Miró am meisten: Ruhe und Vogelzwitschern. Er stand immer um sechs Uhr auf, um den Vögeln zu lauschen». Punyet Miró zeigt auf ein Foto in einem Werkkatalog und sagt: «Da bin ich zehn und Joan Miró ist 85. Ich erinnere mich an Farben, Gemälde und Kreativität überall. Als Kind kann man sich ganz leicht in Grossvaters Werk hinein versetzen». Picasso sagte im Hinblick auf Joan Miró: «Alle Kinder werden als Künstler geboren, schwierig ist, das ganze Leben einer zu bleiben». Joan Miró hatte Erfolg und blieb sein ganzes Leben lang Künstler.

Wir verlassen Cala Major und fahren ins nahe gelegene Peguera.

Peguera

Der Strand von Peguera
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Das ist der Strand von Peguera und der Grund weshalb sich hier ein Touristenort mit unzähligen Hotels, Restaurants, Läden, etc. gebildet hat.

Wissenswertes über Peguera

Peguera, auch als Paguera bekannt, ist ein Urlaubsort am Strand in der mallorquinischen Gemeinde Calvià. In Peguera laden drei feinsandige Strände zum Baden ein:

  • Playa Romana
  • Playa Torà
  • Playa Palmira

Peguera ist auch ein idealer Ausgangspunkt, um die beeindruckende Natur im Südwesten Mallorcas zu entdecken, da es über guten Zugang zu Wanderwegen durch die Berge und einige der hübschesten Dörfer der Insel im Tramuntanagebirge verfügt.

Peguera ist eine international geprägte Gemeine, extrem sauber und hat ein kompaktes Zentrum mit allen praktischen Einrichtungen sowie einer Hauptstrasse, die vorwiegend auf die Bedürfnisse von Touristen ausgerichtet ist. Die Stadt verfügt ausserdem über einen direkten Zugang zur Autobahn und liegt nur durch eine circa 30-minütige Autofahrt von der Hauptstadt Palma entfernt.

Käfer in Peguera

Ein hellblauer Käfer in den Strassen von Peguera
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Beim Flanieren durch die Strassen von Peguera begegnen wir diesem äusserst gepflegten, hellblauen Käfer.

Wissenswertes über Peguera

Die touristische Entwicklung Pegueras startete in den späten 1950ern und die den Ferienort umgehende Bebauung hat sich seitdem vergrössert. Für die täglichen Bedürfnisse gibt es in Peguera zahlreiche Bars, Cafés und Restaurants, bei denen für jede Geschmacksrichtung und alle Budgets etwas dabei ist.

Die meisten Geschäfte befinden sich auf der Avenida Peguera, die zwar nicht direkt in erster Linie liegt, wo vorwiegend Restaurants und Bars vertreten sind, aber parallel dazu verläuft. Hier findet man neben üblichen Souvenirshops auch namhafte Boutiquen und Lederwaren-Geschäfte. Viele Residenten im Südwesten kommen nach Peguera um Schuhe zu kaufen.

Blick auf Peguera

Zeit für eine Erfrischung mit Blick auf Peguera
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Über der Badebucht und mit Blick auf Peguera ist es höchste Zeit für eine Erfrischung.

Wissenswertes über Peguera

Die Haupt-Attraktionen in Peguera sind die Strände, die sicher, sandig und kinderfreundlich sind und über ausgezeichnete Einrichtungen verfügen. Wie man von einem Urlaubsort am Strand erwarten sollte, werden verschiedene Wassersportarten angeboten und auch Exkursionen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten auf der Insel Mallorca.

Frisch gestärkt fahren wir wieder Richtung Norden. Bei einem Zwischenhalt in einem Alcampo Hipermercado in Marratxi ist Campanet unser nächstes Ziel.

Menestralia (Mestres del Vidre) bei Campanet

In diesem alt ehrwürdigen Gebäude bei Campanet werden Glaswaren und Leder angeboten
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In diesem alt ehrwürdigen Gebäude der Firma Menestralia (Mestres del Vidre) in der Nähe von Campanet werden Glas- und Lederwaren fabriziert und angeboten.

Menestralia Glasbläserei

Menestralia Glasbläserei und Restaurant bei Campanet
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Die Menestralia Glasbläserei, welche sich in diesen schmucken Gebäuden befindet, hat leider bereits geschlossen.

Wir fahren nun ohne weiteren Halt zurück zum Hotel.

Cala San Vicente

Blick aus dem Restaurant des Hotel Niu in Cala San Vicente
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Zurück in Cala San Vicente geniessen wir den herrlichen Blick aus dem Restaurant des Hotel Niu.

Segelyacht vor Anker

Diese prächtige Segelyacht liegt in Cala San Vicente vor Anker
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Diese prächtige Segelyacht liegt in der Cala San Vicente vor Anker.

Die untergehende Sonne wirft warmes Licht auf die Felsen
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Die untergehende Sonne wirft ein warmes Licht auf die nahen Felsen.

Feines Nachtessen

Zum Nachtessen gibt es feinen Lachs
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Zum Nachtessen gibt es feinen Lachs…

Oder einfach nur einen Teller mit Nudeln
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…oder einfach nur einen Teller mit Nudeln.

Ein weiterer Tag reich an neuen Erlebnissen ist zu nun Ende.