Tag 06 (Sa 26.5.2012): Cap de Formentor, Alcúdia, Pollença

© Gipsy Kings – Bem Bem Maria

Cap de Formentor

Für die Strasse zum Cap mit den abenteuerlichen Kurven musste teilweise der Fels gesprengt werden.
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Atemberaubende Kurven führen zum nordöstlichsten Punkt Mallorcas, dem Cap de Formentor. Die Strasse zum Cap wurde teilweise in den Fels gesprengt.

Informationen rund um das Cap de Formentor

Die eindrucksvolle Steilküste mit dem höchsten Punkt Fumart (384 m ü.M.) und die dazugehörigen Buchten wie Cala Murta und Cala Pi de la Posada liegen am nördlichsten Punkt Mallorcas.

Die 13.5 km lange Strasse, die von Port de Pollença zum Cap de Formentor führt, wurde von dem italienischen Ingenieur Antonio Paretti gebaut, der auch für die berühmtere Strasse nach Sa Calobra verantwortlich zeichnete.

Loch im Fels

Ob das Loch das Resultat einer Sprengung ist?
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Ob dieses Loch das Resultat einer Sprengung ist?

Informationen rund um das Cap de Formentor

Die Strasse zum Cap de Formentor verläuft in gebirgigem Gebiet und weist zahlreiche Serpentinen und einen kurzen Tunnel auf. Von den teilweise am Steilhang errichteten Strassen bieten sich zahlreiche Panoramen über das Küstengebirge. Am Mirador de Mal Pas ist zu Ehren des Erbauers Antonio Paretti eine Gedenktafel aufgestellt worden.

Far de Formentor

Die Informationstafel des Cap de Formentor in drei Sprachen: Mallorquin, Spanisch, Englisch
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Die Informationstafel des Far de Formentor ist in drei Sprachen gehalten: Mallorquinisch, Spanisch und Englisch.

Informationen rund um das Cap de Formentor

Der vom spanischen Ingenieur Emili Pou y Bonet erbaute Leuchtturm am Cap de Formentor wurde am 30. April 1863 in Betrieb genommen und verwendete ursprünglich ein System aus Spiegellinsenobjektiven, das ein permanentes Licht mit verlängernden Blitzen alle 30 Sekunden emittierte. Als Brennmittel verwendete man ursprünglich Olivenöl, das man später durch Paraffin ersetzte. 1927 wurde eine neue Linse mit einem neuen Rotationsmechanismus eingesetzt. Das Richtfeuer sendete fortan vier Blitze aus. 1971 wurden erneut die Laterne und die Linsen ersetzt.

Zerklüftete Felslandschaft

Das Cap de Formentor beeindruckt mit seiner zerklüfteten Felslandschaft. Es ist der nordöstlichste Zipfel der Baleareninsel Mallorca
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Das Cap de Formentor beeindruckt mit seiner zerklüfteten Felslandschaft.

Informationen rund um das Cap de Formentor

Die Landzunge hat etliche Aussichtspunkte mit spektakulären Ausblicken. Am bekanntesten ist der Mirador del Mal Pas. 300 m tiefer tost das Meer und es herrschen starke Winde.

Es ist noch früh und wir verlassen das Cap wieder, bevor der Ansturm der Tagestouristen hierher findet.

Port de Pollença

Eine Sandburg am Strand von Port de Pollença
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Port de Pollença (Puerto Pollença) ist die grosse Bucht gleich nach dem Cap de Formentor, also nicht weit entfernt. Als erstes begegnen wir einer Sandburg am Strand beim Port de Pollença.

Wissenswertes zum Port de Pollença

Die Bucht von Pollença (Badia de Pollença) wird durch die Halbinseln Formentor und La Victòria gebildet. Sie ist zehn Kilometer lang und sechs Kilometer breit. Die Grössenverhältnisse und die Berge auf den umgebenden Halbinseln sorgen dafür, dass in der Bucht nur selten Seegang herrscht. Im Sommer bildet sich tagsüber durch Thermik ein stabiler Seewind, der durch die parallel laufenden Gebirgszüge noch verstärkt wird und zuverlässiges Segelwetter liefert.

Erfrischung am Quai

Ein Bier zum Durst löschen
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Am schönen Quai kehren wir ein und  löschen den Durst…

Ansichtskarten schreiben mit einem Kaffee à la Port de Pollença und mit Blick auf den Strand
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…oder trinken einen Kaffee à la Port de Pollença. Wir geniessen den schönen Strandblick und schreiben ein Paar Zeilen an unsere Liebsten zuhause.

Wissenswertes zum Port de Pollença

Port de Pollença wurde als Fischerort gegründet. Nach Einsetzen des Tourismus erkannte man natürlich auch hier die Möglichkeit, eine neue Einnahmequelle zu erschliessen. Im Gegensatz zu vielen anderen Urlaubsorten gibt es in Port de Pollença jedoch kaum grosse Hotelklötze, vielmehr sind überwiegend Apartmenthäuser und kleinere Hotels in lockerer Bauweise entstanden.

Der alte Ortskern ist rund um den Marktplatz (Plaça Capllonch) gewachsen. Die Strandpromenade ist für den Autoverkehr gesperrt und wird von Palmen beschattet.

Fischerboot am Hafen

Ein Fischerboot am Hafen von Port de Pollença
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Ein Fischerboot am Hafen von Port de Pollença.

Wissenswertes zum Port de Pollença

Port de Pollença wurde von den Briten schon früh als Urlaubsort für gehobene Ansprüche entdeckt. Bis heute wird der Ort, für mallorquinische Verhältnisse ungewöhnlich, hauptsächlich von Briten und Spaniern touristisch frequentiert. Die Unterkunfts- und Grundstückspreise sind hier deutlich höher, was dazu führt, dass es in Port de Pollença keinen Massen- oder Billigtourismus gibt.

Für Wanderungen ist Port de Pollença ein geeigneter Ausgangspunkt. Zahlreiche Fusswege in der Umgebung führen durch die Serra de Tramuntana.

Wir fahren weiter und erreichen unser nächstes Ziel nach kurzer Fahrt.

Port d’Alcúdia

Port de Alcúdia
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Hier beginnt und endet der Port d’Alcúdia. Es muss schon ein Panorama aus zwei Bildern gefertigt werden, damit die Bucht komplett zu sehen ist.

Interessantes zum Port d’Alcúdia

Port d’Alcúdia ist der grösste Urlaubsort an der Nordküste. Die Sandstrände südlich des Yachthafens erstrecken über etwa 10 km. Port d’Alcúdia ist der zweitgrösste Güterhafen Mallorcas. Von hier verkehrt regelmässig eine Fähre, die Mallorca mit Menorca verbindet.

Hafen voller Boote

Der Hafen von Alcúdia
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Der Hafen von Alcúdia ist voller Segel- und Motorboote aller Grössen und Klassen.

Interessantes zum Port d’Alcúdia

Am Ortsausgang von Port d’Alcúdia in Richtung Artà beginnt S’Albufera das mit 1’700 ha grösste Feuchtgebiet Mallorcas. Es wurde 1988 teilweise unter Naturschutz gestellt und bietet etwa 200 Vogelarten ein Rückzugsgebiet. Der Naturpark ist von Kanälen und Lagunen durchzogen. Zu Fuss oder mit dem Fahrrad kann man das Gebiet erkunden und dabei sogar eine kleine Herde Wasserbüffel zu Gesicht bekommen.

Glasboden Boot

Ein Ausflugsboot mit Glasboden
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Vom Hafen von Alcúdia aus kann man das Meer bei einer Fahrt mit einem Glasboden Boot auf eine etwas andere Art erleben…

Weiter draussen soll das Meer "karibisch schön" sein versprechen diese Beiden, wir bleiben trotzdem auf dem Trockenen
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…da es weiter draussen «karibisch schön» sein soll. Trotz dem Versprechen dieser beiden Figuren bleiben wir lieber auf dem Trockenen und fahren weiter zur Erkundung der Altstadt von Alcúdia.

Alcúdia

Iglesia de Sant Jaume in der sehenswerten Altstadt von Alcúdia
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Auf dem Weg zur Altstadt von Alcúdia gehen wir an der Iglesia de Sant Jaume vorbei.

Informationen zur Altstadt von Alcúdia

Die lebhafte, im Norden gelegene Stadt Alcúdia kann man das ganze Jahr über besuchen, da sie in jeder Saison Leben, Geschichte und Kultur anbietet. Nur einen Kilometer landeinwärts von Port d’Alcúdia entfernt, ist der Ort ideal, um etwas mallorquinisches Kulturgut zu kosten.

Einst ein verschlafenes kleines Städtchen, hat sich Alcúdia über die Jahre zu einer faszinierenden ummauerten Kleinstadt entwickelt und zieht geschickt die Aufmerksamkeit der Besucher auf seine Attraktionen und kulturellen Schmuckstücke.

Altstadt von Alcúdia

Eine typische Gasse in der Altstadt von Alcúdia
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Eine typische Gasse in der Altstadt von Alcúdia.

Informationen zur Altstadt von Alcúdia

Dramatische Ereignisse in der Vergangenheit haben in Alcúdia Zeichen hinterlassen. Zuerst von Phöniziern und Griechen bewohnt, wurde die Stadt 123 v. C. als römische Siedlung Pollentia etabliert. In Folge wurde sie von Vandalen, Byzantinern und Arabern angegriffen, bevor sie letztendlich von den katalanischen Christen erobert wurde. Alle Besetzer liessen ihr jeweiliges kulturelles Erbe zurück, das heute immer noch in den kleinen Gassen der Stadt zu spüren ist.

Murada d’Alcúdia

Murada d’Alcúdia mit dem Eingangstor Porta del Moll
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Hier sieht man ein Stück der Befestigungsmauern «Murada d’Alcúdia» zu welchen auch das Eingangstor im Hintergrund, das «Porta del Moll», zählt.

Informationen zur Altstadt von Alcúdia

Das historische Zentrum Alcúdias ist von einer Stadtmauer umgeben, der einzigen, die auf Mallorca komplett erhalten geblieben ist. Sie wurde im 14. Jahrhundert von König Jaume II errichtet, um die Bewohner Alcúdias zu beschützen. Die Mauern reichten jedoch nicht aus, um alle plündernden Piraten abzuwehren, welche die Stadt im Laufe des 16. Jahrhunderts immer wieder angriffen und zur Flucht eines grossen Teils der Bevölkerung führten. Heutzutage ist es schwer zu glauben, dass diese geschäftige Stadt einmal kurz davor stand, komplett verlassen zu werden. Glücklicherweise rettete der Bau eines Hafens im Jahre 1779 Alcúdia vor dem Untergang.

Gassenbummel

Beim Bummel durch die Altstadt von Alcúdia
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Der Bummel führt uns durch zahlreiche Gassen der sehr schönen und gepflegten Altstadt.

Strassencafés gibt es "in allen Gassen"
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Mindestens ein Strassencafé gibt es in jeder Gasse. Auch diese vermitteln das mediterrane Ambiente dieser schmucken Altstadt.

Wir verlassen diesen schönen Flecken und fahren zur nächsten Station, der Stadt Pollença, mit dem berühmten Kalvarienberg.

Pollença

Der Torre Desbrull
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Vom Parkplatz aus kommen wir zuerst zum Torre Desbrull.

Informationen über Pollença

Die Altstadt von Pollença mit ihren engen verwinkelten Gassen erkundet man am besten zu Fuss. Viele imposante alte Häuser zeugen davon, dass die Bewohner früherer Epochen nicht an Armut leiden mussten. Pollença wurde von Bewohnern der ehemaligen römischen Stadt «Ciutat Romana de Pollentia», dem heutigen Alcúdia gegründet. Die Lage etwas weiter im Inneren der nördlichen Serra de Tramuntana bot damals viel mehr Sicherheit als die unmittelbare Meeresnähe, so dass man sich besser vor Angriffen von Vandalen und Seeräubern schützen konnte.

«Biblioteca Mallorquina»

Das Kunstwerk "Biblioteca Mallorquina" wurde 1989 von Ben Jakober, einem britischen Bildhauer und Objektkünstler erschaffen. Unter den Namenstafeln findet man auch Schweizer Künstler und Bildhauer, z.B. Max Bill
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Hier steht das Kunstwerk «Biblioteca Mallorquina». Es wurde 1989 vom britischen Bildhauer und Objektkünstler Ben Jakober erschaffen. Auf den Tontafeln findet man u.a. auch die Namen von Schweizer Künstlern und Bildhauern, z.B. Max Bill (zweit unterste senkrechte Reihe, fünfte Tafel von rechts)

Jean Tinguely ist in gelb-rotem Ton verewigt
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Jean Tinguely ist auch in gelb-rotem Ton verewigt…

Auch Hans Bernhard Luginbühl hat die Ehre für immer namentlich hier zu stehen
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…und nicht zuletzt Hans Bernhard Luginbühl.

Kirche «Santa Maria dels Àngels»

Auf dem Weg zum Kalvarienberg werfen wir einen Blick auf die Kirche "Santa Maria dels Àngels"
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Auf dem Weg Richtung Kalvarienberg werfen wir einen Blick auf die Kirche «Santa Maria dels Àngels».

Informationen über Pollença

Das Wahrzeichen Pollenças ist der Hahn, der auch das Stadtwappen ziert. Der unspektakulär aussehende Platz «Plaça de l’Amoina», wo auch der Hahnen-Brunnen «Fond de Gall» steht, hat für die Einwohner eine grosse Bedeutung, denn hier wurde die Schlacht gegen die Piraten gewonnen, die Pollença im Jahr 1550 angriffen. Damals haben sich die Einwohner zu einer Bürgerwehr zusammengeschlossen, um gegen Piratenangriffe gewappnet zu sein. Der Zusammenhalt der Inselbevölkerung ist schon immer sehr stark gewesen – früher wie heute.

Treppen zum Kalvarienberg

Wir erklimmen die 365 Tritte den auf den Kalvarienberg hoch zur Kapelle "Eglésia del Calvari"
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Treppen soweit das Auge reicht führen den Kalvarienberg hoch bis zur Kapelle «Eglésia del Calvari».

Informationen über Pollença

Wer einen Ausflug nach Pollença macht, sollte unbedingt die 365 Stufen hoch zur Spitze des Kalvarienbergs gehen. Jede Stufe symbolisiert einen Tag des Jahres.

«Eglésia del Calvari»

Die Kapelle "Eglésia del Calvari"
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Wir sind oben und bei der unscheinbaren Kapelle «Eglésia del Calvari» angekommen.

Das schlichte Innere der Kapelle
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Wir werfen einen Blick in das sehr schlichte Innere der Kapelle.

Informationen über Pollença

Das heutige barocke Gebäude wurde 1799 eingeweiht und lehnt sich an Kirchenbauten der Gegenreformation an. Die Fassade der Kapelle ist harmonisch gestaltet und weist klassizistische Einflüsse auf. Bedeckt ist der Bau von einem Satteldach. Das Eingangsportal befindet sich an der der Stadt zugewandten Südostseite. Oberhalb des Portals thront ein Glockengiebel.

Büsi

Es scheint, dass auch dieses Büsi die 365 Stufen hinter sich hat
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Nicht nur wir sind platt und ausser Atem vom Aufstieg. Auch dieses Büsi scheint die 365 Stufen hoch gestiegen zu sein.

Toller Ausblick

Vom Kalvarienbarg hat man einen wunderbaren Blick auf Pollença und Umgebung
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Ob müde oder nicht, es lohnt sich auf jeden Fall hier hoch zu steigen, allein wegen des Blicks auf Pollença und seine Umgebung.

Gepflegte Gärten

Auf dem Rückweg bewundern wir die gepflegten Gärten
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Auf dem Rückweg hinunter nach Pollença bewundern wir die sehr gepflegten Gärten.

Müde aber glücklich fahren wir das kurze Stück nach Cala San Vicente.