Tag 05 (Mi 13.3.2019): Nazca

© Chayanne – Dejaría Todo

Zur vereinbarten Zeit wartet der Überflug über die Linien- und Scharrbilder von Nazca. Je nach Wetter und Auslastung des Flughafen wird der Flug am Morgen früh, gegen Mittag oder am Nachmittag durchgeführt – die Fluggesellschaft wird vor Ort informieren. Sie werden abgeholt im Hotel und an den Flughafen gefahren. Im Kleinflugzeug starten Sie vom örtlichen Flughafen von Nazca. Der Flug dauert ca. 35 Minuten und wird vom Piloten in englischer und spanischer Sprache kommentiert, der Reisebegleiter/Fahrer wird nicht mitfliegen. Nach einem individuellen Mittagessen in Nazca besuchen Sie am Nachmittag die Wasserbrunnen von Cantalloc. Hier sehen Sie, wie vor über 1’000 Jahren die lokale Bevölkerung einer der trockensten Wüsten der Welt mit ovalen Brunnen Wasser abgerungen hat, sehr speziell und wohl nur hier in der Umgebung von Nazca so zu sehen. Weiter fahren Sie zum Friedhof, wo die bis zu 1’000 Jahre alten und teilweise gut erhaltenen Mumien von Chauchilla zu sehen sind. Der Reiseleiter wird Ihnen neben diesen Besuchen viel Interessantes rund um die Geschichte von Nazca zu erzählen haben. Landschaftlich ist die Fahrt zum Friedhof interessant, sieht man doch von dort aus mit dem Cerro Blanco die höchste Sanddüne der Welt.

Der Tag erwacht in Nazca

Am Vormittag findet der Überflug über die Linien- und Scharrbilder von Nazca statt. Wir werden im Hotel abgeholt und fahren zuerst zum Friedhof von Chauchilla, wo die bis zu 1’000 Jahre alten und teilweise gut erhaltenen Mumien zu sehen sind. Der Reiseleiter hat viel Interessantes rund um die Geschichte von Nazca zu erzählen. Landschaftlich ist die Fahrt zum Friedhof sehr interessant, sieht man doch von mit dem Cerro Blanco die höchste Sanddüne der Welt. Als nächstes besuchen wir die Wasserbrunnen von Cantalloc. Hier sehen wir, wie vor über 1’000 Jahren die lokale Bevölkerung einer der trockensten Wüsten der Welt mit ovalen Brunnen das Wasser abgerungen hat, sehr speziell und wohl nur hier in der Umgebung von Nazca so zu sehen. Anschliessend fahren wir zum Flughafen. Im Kleinflugzeug starten wir vom örtlichen Flughafen von Nazca. Der Flug dauert ca. 35 Minuten und wird vom Piloten in englischer und spanischer Sprache kommentiert.

Wir starten mit einem ausgedehnten Frühstück im Hotel Casa Andina Standard Nazca in den neuen Tag. Pünktlich wie immer werden wir im Hotel abgeholt und fahren zuerst zum Mumien Friedhof von Chauchilla.

Innenhof des Hotel Casa Andina in Nazca
Abfahrt vor dem Hotel
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Cementerio de Chauchilla

Der Friedhof vom Chauchilla liegt etwa 30 km südlich von Nazca. Die Nekropole der Nazca-Kultur wurde in den 1920er Jahren entdeckt. Die Gräber datieren auf einen etwa 700 Jahre langen Zeitraum etwa vom Jahr 200 bis zum 9. Jahrhundert n. Chr., also weit vor die Herrschaft der Inka. Die mehreren 100 Gräber wurden durch Grabräuber grösstenteils zerstört. Die verstreuten Knochenreste und Keramikscherben wurden im Zuge der Ausgrabungen in die geöffneten Gräber gebracht. Seit 1997 ist der archäologische Fundplatz gesetzlich geschützt. Besichtigt werden können mehrere geöffnete Einzel- und Familiengräber. In den nur durch leichte Dächer geschützten Gräbern befinden sich Mumien, menschliche Knochen und archäologisch nicht bedeutsame Reste der Grabbeigaben. Alle wertvollen Funde wurden geraubt oder in Museen gebracht. Die Toten wurden sitzend in Baumwollstränge eingewickelt und mit Harz behandelt. Anschliessend wurden sie in mit Lehmziegeln ausgekleideten Gruben bestattet. Das extreme aride Klima der peruanischen Küsten Wüste ermöglichte die Konservierung der Mumien. Bei den ausgestellten Mumien wurde von den Grabräubern die Umwicklung aus Baumwolle im Bereich des Oberkörpers weggerissen, um Zugang zu Kleidung und Schmuck zu erhalten, dabei wurde auch der Kopf mit abgetrennt. Die Köpfe konnten den Körpern oft nicht mehr eindeutig zugeordnet werden. Einige Mumien besitzen aus Baumwolle nachgebildete Köpfe. Es gibt Theorien, nach denen die Köpfe bei einer Opferung abgetrennt und an anderer Stelle verwahrt wurden. Bei der Mumifizierung hätten die Körper zur Vervollständigung Ersatzköpfe bekommen.

Willkommen im Cementerio de Chauchilla
Eder erzählt über die Gräber und Mumien von Chauchilla
Die Mumien aus der Nazca Kultur ...
... stammen aus der Prä-Inka Zeit ...
... von 200 - 900 n. Chr.
Die Toten wurden sitzend ...
... in Baumwollstränge eingewickelt ...
... und mit Harz behandelt
Das extreme aride Klima ermöglicht die Konservierung der Mumien
Seit 1997 ist der Fundort gesetzlich geschützt
Der Friedhof wurde in den 1920er Jahren entdeckt
Es geht weiter...
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Acueductos de Cantalloc

Die Aquädukte von Cantalloc sind eine Kette von Aquädukten, die sich 4 km nördlich von Nazca befinden und von der Nazca-Kultur gebaut wurden. Es wurden weit über 40 Aquädukte gebaut, die das ganze Jahr über genutzt wurden. Sie sind Teil eines Systems von Aquädukten des gleichen Typs namens Puquios, die vor etwa 1’500 Jahren von der Prä-Inka Zivilisation der Nazca erstellt wurden. Diese Aquädukte stellten die Wasserversorgung der umliegenden Felder sicher und ermöglichten den Anbau von Baumwolle, Bohnen, Kartoffeln und anderen Pflanzen in einer der trockensten Regionen der Erde. Die Aquädukte sind mit Platten und Klötzen aus Huarango gebaut. Sie haben Lüftungsschächte mit spiralförmigen Formen, die bis in den Untergrund reichen und es ermöglichen, das unterirdische Wasser zu gewinnen.

Acueductos de Cantalloc
Eder informiert über die antike Wasserversorgung
Die Aquädukte sind ca. 1'500 Jahre alt
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Abflug zu den Nazca Linien

Der Flugplatz von Nazca trägt zu Ehren von Maria Reiche deren Namen und heisst: Aeropuerto María Reiche Neumann. Hier landet auch eine geringe Anzahl von Charterflügen anderen nationaler peruanischer Flughäfen. Hauptsächlich wird dieser kleine Flugplatz jedoch für den Tourismus genutzt. Von hier aus startet man zum Überflug der berühmten Scharrbilder von Nazca.

Aeropuerto María Reiche Neuman
Warten auf den Überflug
Auf dem Weg zum Flugzeug
«Unser» Hai der Lüfte
Rein in die «fliegende Kiste»
Willkommen «on bord»
Der Kurs
Wir überfliegen die Panamericana
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Überflug der Nazca Linien

Die Nazca-Linien sind über 1’500 riesige, nur aus der Luft sicht- und erkennbare Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa. Als Urheber der Linien gelten die Paracas-Kultur und die Nazca-Kultur aus der Prä-Inka Zeit. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen, sowie Figuren mit einer Grösse von etwa zehn bis mehreren hundert Metern. Darunter sind Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Die Figuren bildenden Linien sind nur wenige Zentimeter tief. Durch ihre Grösse sind sie nur aus grosser Entfernung zu erkennen, von den Hügeln in der Umgebung oder aus dem Flugzeug. Die moderne Archäologie geht davon aus, dass die Nazca-Linien Aktionsflächen für Rituale in Hinblick auf Wasser und Fruchtbarkeit gewesen sind. Entstanden sind die Bilder durch Entfernung der oberen Gesteinsschicht, die von Wüstenlack überzogen ist (negatives Relief). Dieser Wüstenlack besteht aus einem rost-roten Gemisch aus Eisen- und Manganoxiden. Dadurch kommt das hellere Sedimentgemisch zum Vorschein und bildet beige-gelbe Linien. Teilweise wurden auch Linien markiert, indem Steine aus der Umgebung aufgehäuft wurden (positives Relief).

Entstanden sind die Bilder durch Entfernung der oberen Gesteinsschicht, die von Wüstenlack überzogen ist (negatives Relief). Dieser Wüstenlack besteht aus einem rost-roten Gemisch aus Eisen- und Manganoxiden. Dadurch kommt das hellere Sedimentgemisch zum Vorschein und bildet beige-gelbe Linien. Teilweise wurden auch Linien markiert, indem Steine aus der Umgebung aufgehäuft wurden (positives Relief).

Der Astronaut
Der Affe
Der Hund
Der Kolibri
Der Kondor
Die Blume
Der Albatros
Der Pelikan
Der Papagei
Aussichtsplattform mit Baum und Vogel
Aussichtsplattform mit Eidechse, Baum und Vogel
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Heute gilt als Entstehungszeit der ältesten Figuren die Paracas-Periode von 800 v. Chr. bis 200 v. Chr. Die Schöpfer der Scharrbilder lebten in den Tälern des Río Názca, Río Palpa und Río Ingénio. Die Pyramidenstadt Cahuáchi soll ein religiöses Zentrum der Nazca-Kultur gewesen sein. Als Erklärung für die lange Besiedlungszeit vermuten Forscher ein System aus unterirdischen Wasserkanälen mit trichterförmigen Zugängen (Puquios), das unterirdische Wasser führende Schichten für die Bewässerung nutzbar machte und in Staubecken speicherte.

Landung am Aeropuerto María Reiche in Nazca

Die Hauptstadt Nazca (auch Nasca) der gleichnamigen Provinz, hat etwa 40’000 Einwohner und liegt direkt an der Panamericana, etwa 50 Kilometer von der Pazifik Küste entfernt. Den wirtschaftlichen Aufschwung verdankt die Stadt den berühmten Nazca-Linien, die seit 1994 zum UNESCO-Welterbe zählen. Die Linien und Bodenzeichnungen (Geoglyphen) in der Nazca-Ebene wurden von der Paracas- und der Nazca-Kultur erschaffen. Die Rundflüge über die Nazca-Linien starten vom kleinen lokalen Flughafen.

Die Aquädukte aus der Vogelperspektive
Nazca
Wieder festen Boden unter den Füssen 🙂
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Sightseeing und Essen in Nazca

Nazca ist eine geheimnisvolle Stadt voller Kontraste, die im Laufe der Jahrhunderte seismische Ereignisse von grosser Tragweite erlitten hat. Das letzte grosse Erdbeben (Stärke 6.8) war am 12. November 1996. Das Epizentrum lag damals im Pazifik und hat die Stadt schwer getroffen. Mehr als 8’000 Gebäude brachen völlig zusammen und 1’600 Menschen wurden verletzt. Ein noch grösseres Beben (8.4), am 24. August 1942, zerstörte die kurz davor neu geschaffene Provinz Nazca.

Strassenhändler an jeder Ecke
Überall gibt es frisches Obst und Gemüse zu kaufen
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