Tag 03 (Mo 11.3.2019): Lima – Paracas

© Gloria Estefan – Hoy

Zur vereinbarten Zeit erwartet Sie Ihr Fahrer im Hotel für die Fahrt von Lima nach Paracas. Es warten ca. 250 km auf der Panamericana, der Strasse, die den amerikanischen Doppelkontinent von Norden nach Süden verbindet. Unterwegs besuchen Sie die Ausgrabungsstätte von Pachacámac (montags geschlossen). Pachacámac gilt als eine der ältesten Ausgrabungsstätten von ganz Peru. Mit einem lokalen Reiseleiter begeben Sie sich hier auf einen kurzen Rundgang zu den verschiedenen Ausgrabungsstätten. Anschliessend geht es weiter Richtung Süden. Unterwegs machen Sie Halt fürs Mittagessen. Am Nachmittag wartet dann der sehr interessante Besuch des Nationalparks auf der Halbinsel Paracas. Auch hier erwartet Sie ein lokaler Reiseleiter, der Sie etwa zwei Stunden begleiten wird. Sehr imposant sind die Steilküsten an einem der trockensten Orte der Welt mit einem Jahresniederschlag von weniger als 5 mm. Nach Sonnenuntergang treffen Sie dann im gebuchten Hotel in Paracas ein. Der Besuch im Nationalpark von Paracas dauert etwa zwei Stunden.

Baden in Paracas
Die Strände in der Bucht von Paracas rund um die Hotels sind wegen Quallen und Rochen nicht zum Baden geeignet! Im Nationalpark kann gebadet werden.

  • Anstelle von Pachacámac besuchen Sie den Mirador La Herradura

Fahrt von Lima nach Paracas

Zur vereinbarten Zeit erwartet uns der Fahrer beim Hotel El Tambo Uno für die Fahrt von Lima nach Paracas. Es warten ca. 250 km auf der Panamericana Sur, der Strasse, die den amerikanischen Doppelkontinent von Norden nach Süden verbindet. Unterwegs halten wir beim Aussichtspunkt Mirador La Herradura mit Blick zurück auf die Costa Verde und nach Süden auf den Felsen mit dem gleichnamigen Restaurant «El Salto del Fraile». Kurz vor Paracas machen wir Halt für das Mittagessen. Am Nachmittag erwartet uns dann der sehr interessante Besuch des Naturreservats auf der Halbinsel Paracas. Ein lokaler Reiseleiter begleitet uns während des etwa 2-stündigen Ausfluges. Sehr imposant sind die Steilküsten an einem der trockensten Orte der Welt mit einem Jahresniederschlag von weniger als 5 mm. Vor dem Nachtessen im Hotel San Agustín haben wir noch Zeit für einen Bummel durch Paracas und danach geht es noch kurz auf den nahen Hügel mit dem neu geschaffenen Monument hinauf.

Heute fahren wir von Lima nach Paracas
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Die Legende von El Salto del Fraile

Der Legende nach lebten in Lima um 1860 zwei Adelsfamilien, der Marquis de Sarria und der Marquis de Molina, welcher verwitwet war, weshalb sich ein Kindermädchen um die 12-jährige Tochter Clara kümmerte. Das Kindermädchen hatte einen Sohn namens Francisco, der sich so sehr in Clara verliebte, dass die schöne junge Frau schwanger wurde, was zu einer grossen Aufruhr in der damaligen Gesellschaft führte. Der empörte und beleidigte Marquis befahl, Francisco im Kloster von La Recoleta einzusperren, um aus ihm ein Mönch zu machen. Was das Mädchen betrifft, entschied sich ihr Vater, sie auf eine Reise zu schicken. Am 17. Oktober war der Tag von Claras Abreise, welche sie mit ihrem Vater von Callao aus antrat und vielleicht nie mehr zurückkehren würde. Das Kindermädchen teilte der jungen Frau mit, dass ihr Sohn auf einer Klippe die Vorbeifahrt ihres Schiffes erwarten würde und sie ihn an der Küste von Chorrillos durch das Fernglas ein letztes Mal sehen könnte. Um 17:30 Uhr winkte der Mönch mit erhobenen Händen seiner vorbeifahrenden Geliebten zu. Sie beobachtete ihn mit gebrochenem Herzen und sah, wie er sich plötzlich in die Tiefen des Meeres stürzte und nur die Liebe zu ihr zurück liess. Clarita konnte die Vorstellung nicht ertragen, ohne ihn auf dieser Welt zu leben. Der Schmerz, den sie fühlte, war tief und sie fand keine bessere Lösung, als sich ebenfalls ins Meer zu werfen. So würden die beiden endlich für die Ewigkeit zusammen sein und nichts und niemand würde sie mehr trennen. An der Stelle auf den Klippen, von wo sich Francisco hinunter stürzte wurde bei Morro de Chorrillos am Strand von La Herradura das auf peruanische Küche spezialisierte Restaurant «El Salto del Fraile» errichtet.

Mirador La Herradura
El Salto del Fraile
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Panamericana Sur

Die Panamericana ist ein System von Schnellstrassen, das – mit wenigen Lücken – Alaska mit Feuerland verbindet, sich also über die gesamte Nord-Süd-Ausdehnung des amerikanischen Kontinents erstreckt. Das Netzwerk umfasst etwa 48’000 km Schnellstrasse und ist in seiner längsten Nord-Süd-Verbindung etwa 25’750 km lang. Auf der fünften internationalen Konferenz der amerikanischen Staaten im Jahre 1923 entstand die Idee einer einzigen, Kontinent übergreifenden Schnellstrasse. Die Konvention über die Carretera Panamericana wurde schliesslich am 23. Dezember 1936 auf der Interamerikanischen Konferenz zur Festigung des Friedens in Buenos Aires unterzeichnet. Die Strecke ist fast komplett befahrbar, nur ein 90 km langes Teilstück zwischen Yaviza in Panama und Nordwest-Kolumbien, das durch den Isthmus von Darién führen soll, der sogenannte Tapón del Darién, ist noch nicht fertiggestellt. Der Isthmus von Darién ist ein Gebiet bergigen Urwaldes mit hoher Biodiversität. Die projektierte Fertigstellung des Teilstücks hat viele Gegner, die verschiedene Gründe vorbringen: So würden der tropische Regenwald und die Lebensweisen der dortigen indigenen Völker bedroht, der Drogenhandel aus Kolumbien nach Nordamerika und die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche in Südamerika würden gefördert. Die Panamericana passiert viele Klimazonen, sowohl dichten Dschungel als auch Pässe des Hochgebirges. Ausserdem durchquert sie 14 bis 19 verschiedene Staaten und ist deshalb weit entfernt von einer einheitlichen Beschilderung und auch Nutzbarkeit. So kann man Teile der Strasse nur in der Trockenzeit befahren, in anderen ist die Benutzung das ganze Jahr über gefährlich.

Omnipräsent in Perú: Tuc Tuc
Omnipräsent in Perú: VW Käfer
Panamericana Sur
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Ica ist eine Stadt im Süden von Peru etwa 300 km südöstlich von Lima an der Panamericana und hat ca. 220’000 Einwohner. Die Hauptstadt der Region und Provinz Ica liegt am Fluss Río Ica. Am 15. August 2007 (Mariä Himmelfahrt) wurde die Stadt von einem Erdbeben der Stärke 8,0 schwer getroffen. Ica ist ein Zentrum des Agrarexports. In der Region wird Obst- und Gemüseanbau betrieben. Wichtige Exportprodukte sind Artischocken, Spargel und Tafelweintrauben. Aus den Weintrauben wird häufig Pisco hergestellt.

Die Fahrt auf der Panamericana Sur ist kostenpflichtig
Unterwegs fahren wir immer wieder an Hühnerfarmen vorbei
Tankstellen Shop im kleinen Ort Asia
Gute Stimmung bei einem Becher Cappuccino
Bald erreichen wir Ica, den Erdbeben reichsten Ort in Perú
Schliesslich sind wir wieder am Pazifik, kurz vor Paracas
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Unser Mittagshalt ist vor den Toren von Paracas. Hier stösst auch der lokale Guide Eder zu unserer kleinen Gruppe.

Mittagshalt vor den Toren von Paracas
Camarones
Ceviche
Die Hochsaison ist vorbei, wir sind fast alleine
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Nach dem Mittagessen fahren wir zuerst zum Hotel und laden dort unser Gepäck ab.

Willkommen im Hotel San Agustín in Paracas
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Reserva Nacional Paracas

Die Halbinsel bei Paracas wurde am 25. September 1975 zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Reserva Nacional Paracas wurde geschaffen, um einen Teil des Meeres und der Wüste Perus und die dort wild lebenden Tier- und Pflanzenarten zu schützen. Der Humboldt-Strom an der Pazifik Küste wird als das produktivste Meeresökosystem der Erde angesehen. Dieses wird von einer Vielzahl von wandernden Arten von tierischen und pflanzlichen Meeresbewohnern für Nahrung, Schutz und Vermehrung genutzt.

Unser Guide Eder führt uns zuerst durch das Informations- und Besucherzentrum des Reserva Nacional Paracas. Die Halbinsel Paracas liegt mitten in der Chala Wüste. Diese gehört mit der weiter südlich beginnenden Atacama Wüste zu einer der trockensten Regionen der Erde. Umso erstaunlicher ist die Vielfalt an Pflanzen und Tieren aller Art, die in dieser teilweise trostlosen Umgebung ihr Zuhause gefunden haben.

Informations- und Besucherzentrum des Reserva Nacional Paracas
Eder
unser lokale Guide
«Paracas» kommt aus der Quechua Sprache und bedeutet «Sandregen»
Die Chala und Atacama Wüste in Zahlen:
Jahresdurchschnittstemperatur: 13.3°C (bei San Pedro de Atacama in Nordchile)
Durchschnittlicher Niederschlag im Jahr: 42 mm (vor allem Dezember-Februar)
In den nahen Hügeln ist die Trockenheit sicht- und spürbar
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Die nächsten 2 Stunden geniessen wir die Natur im Reserva Nacional Paracas, die Weite, die Unberührtheit und die Vielfalt an Farben und Formen in einer eigentlich öden und unwirtlichen Gegend.

Reserva Nacional Paracas
Unberührte Natur
Artenvielfalt
Nist- und Brutstätte für Seevögel
«La Catedral» vor und nach dem Erdbeben (7,9 Mw) vom 15. August 2007
Ein letzter Rundblick im Reserva Nacional vor der Rückkehr nach Paracas
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Sightseeing in Paracas

Am 7. September 1820 landeten in Paracas sechs Schiffe der Befreiungsarmee unter dem Kommando von General José de San Martín. Von hier aus fand die Befreiungsexpedition Perús statt. Heute sind die Hauptattraktionen das angenehme Klima, der Strand, die Residenzen am Meer, der Jachtklub, die Hotels und Restaurants mit typischer lokaler und maritimer Küche. Paracas hat sich dadurch zu einer der attraktivsten touristischen Gegenden der gesamten peruanischen Küste entwickelt. Dies ist auf die grosse Vielfalt an Tieren und Pflanzen zurückzuführen, die im Naturschutzgebiet von Paracas erhalten geblieben sind und das Gebiet zum einzigen Schutzgebiet im ganzen Land machen. Beobachten lassen sich auf den verschiedenen touristischen Exkursionen unter anderem Tiere wie Delfine, Humboldt Pinguine, Seelöwen oder Anden Flamingos.

Spaziergang durch das abendliche Paracas
Omnipräsent in Paracas: Pelikane
Zeit für ein Apéro
Sonnenuntergang am Strand von Paracas
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Yvonne und ich verzichten nach dem Nachtessen auf das Baden im Swimmingpool des Hotels und unternehmen einen Spaziergang zum Monument in Form eines Segels auf dem nahen Hügel. Die Nation Perú gedenkt damit José de San Martín und der bereits erwähnten Befreiungsaktion.

Der Brunnen am Eingangskreisel von Paracas
Das Monument zur Befreiung Perús durch José de San Martín
Eine unvergessliche Stimmung
Zurück beim Hotel San Agustín
Der dritte Reisetag ist bereits schon wieder Geschichte 😉
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